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Aktuelles Evangelische Kirche |

Jahresrückblick 2010
Juni: GAV-Fest in Gastein
ein Beitrag von Peter Zimmermann
am Sonntag, 13. Juni 2010 feierte die evangelische Pfarrgemeinde Gastein das
50jährige Bestehen der Heilskirche mit einem diözesanen Gustav-Adolf-Fest.
Alle evangelischen Pfarrgemeinden von Salzburg und Tirol waren bei diesem
Festakt
vertreten.
“Dem Glauben Raum geben” - unter diesem Motto wurde ein stimmungsvoller
Gottesdienst gefeiert und ein abwechslungsreiches Programm über den ganzen Tag
gestaltet - schade, dass aus unserer Pfarrgemeinde Kitzbühel nur eine sehr
kleine Delegation daran teilnahm.
Mai:
Konfirmation 2010
ein Beitrag von Pfrn. Mag. Gundula
Hendrich
Mitten in den regnerischen letzten Maitagen gab es ein Sonnenfenster - just am
Tag der Konfirmation. Da hat der Himmel wirklich mit sämtlichen Müttern, die
die Kirche so schön geschmückt hatten, mit allen Gästen und vor allem mit den
Churchies um die Wette gestrahlt. Die derzeitige Band der Evangelischen Jugend
Salzburg Tirol und das Kulinarium sorgten für eine heitere Feststimmung auch
nach dem Gottesdienst. Es wäre ja fein, wenn diese Churchies auch weiterhin in
der Gemeinde für Sonnenfenster sorgen könnten, hoffen die Pfarrerin und der
Kurator….
Lange Nacht der Kirchen
ein Beitrag von Peter Zimmermann
In mehr als 730 Kirchen in ganz Österreich wurde am 28.5.2010 die "Lange Nacht
der Kirchen" mit dem Glockengeläute begonnen. Auch wir haben uns neben allen
anderen evangelischen Pfarrge-meinden Tirols erstmals an dieser Aktion
beteiligt. Gemeinsam mit der katholischen Pfarrgemeinde Kitzbühel wurde in
bewährter ökumenischer Weise ein sehr buntes Programm angeboten - diesmal
stand das Hören, Sehen, Stillwerden, Schauen, Verweilen und Meditieren und
Einfangen der abendlichen Stimmungsbilder vor und in den einzelnen Kirchen im
Mittelpunkt. Die ökumenische Begegnung zeichnete sich durch ein sehr
herzliches und positives Klima aus und wurde durch den gemütlichen Ausklang im
Mesnerhaus wirklich zu einer "Langen Nacht der Kirchen".
April: ökumen. Treffen Männerstammtisch Kitzbühel

Ein sympathischer Vorschlag wurde aus der Gruppe des katholischen Männerstammtisches an unseren neuen Presbyter Werner Nessizius herangetragen, nämlich die Einladung an evangelische Männer, diesen Stammtisch zu besuchen. Das erste ökumenische Treffen fand am 29. April statt. In lockerer Atmosphäre und einem Gläschen Wein wurde über "Gott und die Welt" geplaudert. Im Bild die Teilnehmer dieses Treffens, weitere Zusammenkünfte sind geplant.
März: ökumen. Weltgebetstag der Frauen und Kinder ein Beitrag von Sigrid Ebner:
"Alles was Atem hat, lobe Gott" - mit diesen Worten begrüßten uns heuer die
Frauen aus Kamerun zur Feier des ökumenischen Weltgebetstages und luden uns
zum gemeinsamen Gebet ein. Nach dem Einzug zur mitreißenden afrikanischen
Musik, begleitet vom rhythmischen Rasseln der BesucherInnen, hörten wir die
Beschreibung der Frauen von der Schönheit und großen Vielfalt der Natur ihres
Landes, das auch als "Afrika im Kleinen" bezeichnet wird. In bewegenden Worten
wurden aber auch die Nöte und Schwierigkeiten in ihrem
täglichen Leben benannt wie Gewalt, Korruption, wachsende wirtschaftliche Not,
Benachteiligung von Mädchen und Frauen und die Ausbeutung der Ressourcen des
Landes. Über allem aber stand immer das Loben: "In Kamerun loben die Menschen
Gott gerade auch in schwierigen Zeiten - so lange jemand Atem hat, gibt es
Hoffnung" sagen die Frauen. Mit vielen schwungvollen Melodien aus Kamerun, dem
Bibliolog über den Bibeltext aus der Apostelgeschichte und dem Schlusslied:
"Großer Gott, wir loben dich" klang die Feier aus. Mit den gesammelten Spenden
wird ein Projekt für Waisenkinder und aidskranke Frauen in Kamerun
unterstützt.
Zum Ausklang gab es wieder ein gemütliches Beisammensein bei einem von Ulli
Haselsberger und Luise Rupert zubereiteten typischen Essen aus Kamerun im
liebevoll geschmückten Jugendraum der Christuskirche.
Auch in St. Johann gestalteten Frauen am gleichen Abend einen Weltgebetstag
zum selben Thema, das Land Kamerun wurde interessant vorgestellt. Im Anschluss
gab es köstlichen Tee und selbstgebackenen Kuchen.
Jahresrückblick 2009
Dezember: Zeitreise nach Bethlehem - Krippenspiel
ein Beitrag von Silvia Zimmermann
Auch
heuer war unsere Krippenspielaufführung in der LLA Weitau und in der
Christuskirche Kitzbühel wieder ein Höhepunkt in der Adventszeit. 35 Theater
begeisterte Kinder und Jugendliche von 4 bis 14 Jahre aus dem ganzen Bezirk
zeigten mit viel Engagement und Herz in diesem von Petra Prohaska und Silvia
Zimmermann eigens geschriebenen Krippenspiel was Weihnachten bedeuten kann.
Durch den Tanz der Engel wurden zwei Jugendliche nach Bethlehem in die Welt von damals versetzt und versuchten alles, damit Josef und Maria doch eine würdige Unterkunft erhalten sollten. Zum Schluss stellte sich jedoch heraus - wichtig ist nicht, wo Jesus geboren wurde, ob in einer komfortablen Herberge oder in einem einfachen Stall, Jesus kam zu allen Menschen und so kann das Wunder von Bethlehem auch heute noch in jedem von uns und überall geschehen.
Wir bedanken uns bei der LLA Weitau, der Volksschule St. Johann und bei Herrn Martin Schwaighofer von den Kitzbüheler Werkstättten für die freundliche Unterstützung und bei allen Mitwirkenden für diese besondere Adventsfreude.
Foto von unserem Krippenspiel 2009
Oasen im Advent
ein Rückblick von Rosita Albrecht
Für viele von uns ist die Adventszeit die schönste
Zeit des Jahres, besonders in unserer winterlichen Landschaft. Die Natur ruht,
aber bei uns Menschen herrschen oft Stress und Hektik. Daher haben wir auch
heuer wieder zu den drei Oasen im Advent eingeladen. Jeweils donnerstags
um 19 Uhr trafen wir uns in der ev. Christuskirche, um bei Musik und
besinnlichen Texten innezuhalten. Insgesamt folgten ca. 100 Personen dieser
Veranstaltungsreihe.
03.12. Arienabend mit Armin Nshanian/Klavier und Greta
Erharter -Sargsyan/Klavier
10.12. Singkreis Oberndorf unter der Leitung von Artur
Huber, adventliche Lieder
17.12. "Brückenschlag" - Musik aus allen Richtungen;
Johannes Gasteiger (Kontrabas); Anti Reiter (Posaune); Martin Mallaun (Zither,
Flöte)
Die Evangelische Pfarrgemeinde dankt allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.
Adventsingen mit Sandra Gmeiner
ein Beitrag von Peter Zimmermann
Zum besinnlichen Adventsingen mit Sandra Gmeiner gesellten sich jung und alt und
verbrachten zwei gemütliche Stunden mit weihnachtlichen Liedern, Keksen und
heiteren Adventgeschichten. Herzlicher Dank an Sandra für die liebevolle
Gestaltung.
Oktober: meditative Auszeit-Wanderung
ein Beitrag von Peter
Zimmermann
Mittlerweile ist es schon eine liebgewordene Tradition, dass wir uns im Herbst zu einer gemeinsamen meditativen Wanderung (heuer bereits zum achten Mal) unmittelbar nach dem Sonntagsgottesdienst begeben, um eine Auszeit vom Alltag zu nehmen und im Glauben auch in Bewegung zu sein. Heuer wanderten und meditierten wir unter dem Slogan: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln, Psalm 23.
Unser Wanderführer Kurator-Stv. Engelbert Prohaska führte uns nach Jochberg zum Sintersbacher-Wasserfall, ein Naturjuwel direkt vor unserer Haustüre. Ein Fönsturm zu Wochenmitte lies den knietiefen Schnee rechtzeitig schmelzen und Engelbert beseitigte die abgebrochenen Baumwipfel am Steig persönlich einen Tag vorher, sodass wir bei zeitweisem Sonnenstrahl ein tolles, gemeinsames Naturerlebnis im alpinen Gelände genießen konnten.
Silvia Zimmermann inspirierte uns mit besinnlichen und teilweise heiteren Texten und Aktionen zum Nachdenken. Spannend fand ich eine Aktion, bei der man sich selbst eine Postkarte mit Gedanken von seiner Auszeit schreiben konnte - diese Karte wurde ein paar Tage später allen TeilnehmerInnen zugesandt.
Die Evangelische Pfarrgemeinde Kitzbühel dankt den beiden Organisatoren Wanderführer Engelbert Prohaska und Dipl. Päd. Silvia Zimmermann für die stimmungsvolle Veranstaltung.
Oktober: Kücheneinweihung mit Kürbisherbstfest
ein Beitrag von Peter Zimmermann
Endlich ist es soweit - unsere neue Küche im Jugendraum wurde erstmalig genutzt. Am Freitag den 23. Oktober wurden mit den Kindern lustige Kürbisgesichter geschnitzt und anschließend gab es ein gemeinsames Kürbissuppenessen für Jung und Alt im Jugendraum. Pfrn. Hendrich dankte dem Ehepaar Dittrich für ihren Einsatz bei den Renovierungsarbeiten sehr herzlich. Dank erging auch an Riky Ventola für die Organisation des Kübisfestes.
Oktober: Gerhard Schöne Konzert in der Christuskirche Salzburg
ein Beitrag von Peter Zimmermann
Eine
sechsköpfige Gruppe aus unserer Pfarrgemeinde nutze die einmalige Gelegenheit
einen der bekanntesten deutschsprachigen Liedermacher und Musiker bei seiner
erste Österreichtournee live zu erleben - Gerhard Schöne war auf Einladung der
Evangelischen Jugend Salzburg-Tirol vom Burgenland über Oberösterreich nach
Salzburg und Tirol unterwegs und begeisterte bei mehreren Auftritten seine
ZuhörerInnen.
Wir waren bei dem Konzert in der Christuskirche Salzburg mit dabei und waren
sehr beeindruckt wie der Musiker es verstand junge und alte Menschen durch
seine Geschichten und Lieder zu berühren, ins Staunen und Träumen zu versetzen.
Eins ist sicher: es war ein unvergessliches Musikerlebnis.
September: Nachwahl ins Presbyterium

Bei unserer
Gemeindevertretersitzung Anfang September wurde Mag. Mia Repo und Werner
Nessizius in das Presbyterium neu nachgewählt. Wir freuen uns auf eine gute
Zusammenarbeit.
August: zweitägiges Wanderprojekt - ZEIT FÜR MICH - NÄHER BEI GOTT
ein
Beitrag von Barbara Kleinlercher
Ein Bergerlebnis der besonderen Art bot uns Engelbert Prohaska im Gebiet der
Kürsinger Hütte (2558m) im Salzburger Pinzgau.
Das erste Etappenziel durch das "Obere Sulzbachtal" hinauf zur Hütte erreichte
unsere 10-köpfige Gruppe ohne Mühe und sehr beeindruckt von der Schönheit der
Hochgebirgswelt ringsherum.
Nach
gutem Essen und gemütlichem Hüttenzauber erwarteten wir voller Vorfreude, dass
Engelbert am nächsten Morgen um 5 Uhr an unsere Zimmertüren klopfen würde, wäre
doch der 3291 m hohe Keeskogel mit versprochenem herrlichen Ausblick auf die
Welt der Dreitausender die Krönung des Projektes gewesen. Aber anstatt Engelbert
klopften dicke Regentropfen an unsere Fenster! An einen Gipfelsturm war leider
nicht zu denken, so wagten wir zumindest eine kleine Tour hinauf zum Gletscher
und zu den Steinböcken. Ein greller Blitz jedoch mit fast gleichzeitigem Donner
zwang uns zuerst im wahrsten Sinne des Wortes in die Knie und dann zur Rückkehr
zur Schutzhütte, wo wir wieder viel "Zeit für uns" hatten - und wir genossen
sie.
Engelbert wiederum erkundete in dieser Zeit den neu errichteten Steig von der
Hütte hinab zum Gletschersee, den er uns dann als Ausgleich für das entgangene
Gipfelerlebnis bieten wollte.
Und in dieser Wand habe ich "Gott ganz besonders nahe" gefühlt, nicht zuletzt in
der Gestalt unseres lieben Engelbert, der uns alle sicher über die 300 m hohe
Felswand hinunterführte.
Der klare Gletschersee am Fuß der Wand mit darin treibenden Eisbergen, der
tobende Gletscherbach, diese Urgewalt der Natur, alles unvergessliche Eindrücke!
Die ganz
Unerschrockenen, darunter auch Maxi, mit 11 Jahren der Jüngste der Truppe,
brausten noch mit den mitgebrachten Mountainbikes das teils steile Sulzbachtal
hinaus zum letzten Einkehrschwung, die Normalverbraucher folgten per Taxi.
Tief beeindruckt von der grandiosen Bergwelt der Dreitausender, beglückt von der
netten Bergkameradengemeinschaft und der einfühlsamen Betreuung unseres Führers
und in der Hoffnung auf weitere Projekte dieser Art kehrte ein Jeder wieder in
seinen Alltag zurück.
Danke, Engelbert!!
August: 1809 – 1989 - 2009 - Eine kritische Perspektive
200 Jahre Bergisel–Schlacht
- 20 Jahre Leipziger Montagsdemonstrationen
ein
Beitrag von Günther Dichatschek
Mit einem Vortrag von Pfarrer i. R. Michael Wohlfarth in der Evangelischen
Christuskirche Kitzbühel in Anwesenheit von Bürgermeister Dr. Klaus Winkler
versuchte das „Evangelische Bildungswerk in Tirol“ am 5. August 2009 die
markanten Ereignisse des Jubiläumsjahres 1809 und des Erinnerns an die Leipziger
Montagsdemonstrationen 1989 aufzuarbeiten. Markante Zeitzeugin für das Jahr 1989
war Margard Wohlfarth, Gattin des Referenten und ehemalige Staatssekretärin im
Ministerium für Familien und Frauen in der ersten frei gewählten DDR-Regierung.
Das Beispiel Andreas Hofer und die Erhebung Tirols 1809 zeigt die starke Neigung
der Landesgeschichtsschreibung zur Heldenverehrung und Mythenbildung. Helden und
ihre Taten sind in der alltäglichen Beschreibung Wunschvorstellungen, die in die
Vergangenheit projiziert werden. Dies gilt auch für Andreas Hofer und die
Erhebung 1809. In der Rezeption der Ereignisse zeigen sich vier Elemente des
katholisch-konservativen Denkens: Landesrechte, Treue zum Kaiser,
Landesverteidigung und katholischer Glaube. Mit der Überhöhung als Märtyrer nach
der Erschießung in Mantua 1810 entwickelte sich in der Folge Andreas Hofer vom
Aufständischen zum patriotischen Helden.Die einsetzende Denkmalkultur - auch in
den Gedenkfeiern 1909, 1959 und 1984 - verstärkte diesen Mythos. 2009 sollte
sich nun mit dem Motto „Vergangenheit trifft Zukunft“ eine Analyse dieses Mythos
und der verschiedenen Geschichtsbetrachtungen ergeben. Was bedeutet die Erhebung
1809 für das heutige Tirol? Wie steht es um die Identität Tirols 2009? Sind
Begriffe wie Glaube, Heimat, Vaterland, Identität und Freiheit heute tragende
Prinzipien für und in Tirol? Angesichts eines immer sich näher rückenden Europas
in Form der Europäischen Union ergeben sich hier eine Reihe neuer Fragen für
Tirol und den Alpenraum, die den heutigen Bedürfnissen zu entsprechen und zu
beantworten sind.
Elemente einer friedlichen Revolution 1989 waren die Leipziger
Montagsdemonstrationen und letztlich der Wende in der DDR mit weitreichenden
Folgen für Europa. Im Herbst 1989 fanden auch in anderen Städten regelmäßige
Demonstrationen statt. Mit dem Ruf „Wir sind das Volk“ protestierte man gegen
die politischen Verhältnisse. In Leipzig schlossen sich die Demonstrationen an
die Friedensgebete in der Nikolaikirche an. Besonderen Anteil am friedlichen
Verlauf hatte das besonnene Verhalten des Pfarrers der Nikolaikirche Christian
Führer und von Superintendent Friedrich Magirius sowie von Landesbischof Dr.
Johannes Hempel. Eindringlich schilderten Michael und Margard Wohlfarth die
Situation, die Leipziger Demonstrationen und die Rolle der Evangelischen Kirche
in der DDR. Als langjähriger Jugendpfarrer und Seelsorger war er letztlich in
die Ereignisse miteinbezogen.
Juli: Nachruf für Helen Wieser
ein Beitrag von Lektorin Gertraud Rief
Die
Evangelische Pfarrgemeinde Kitzbühel hat einen schmerzlichen Verlust zu
beklagen. Helen Wieser, die das Geschehen in und um die Pfarrgemeinde durch vier
Jahrzehnte wesentlich mitgeprägt hat, starb nach kurzer, schwerer Krankheit im
Alter von 67 Jahren.
Frau Wieser bekleidete wichtige Funktionen innerhalb der Pfarrgemeinde, so war
sie Presbyterin, Leiterin des Frauen- und Besuchskreises, Mitbegründerin des
Chores, und kümmerte sich um Vieles rund um die Kirche immer ehrenamtlich. Sie
war stets eine verlässliche Mitarbeiterin und einfallsreiche Mitgestalterin. Mit
ihrem trockenen, englischen Humor trug sie oft zu heiteren Begebenheiten und
guter Stimmung bei.
Helen Wieser trug ihr Christentum nicht auf den Lippen, sondern im Herzen, aber
sie hat für sich das Wesentliche verinnerlicht, nämlich, dass Christ sein gleich
zu setzen ist mit Mensch sein. Für sie war klar, dass nicht der Gedanke, sondern
die Verantwortungsbereitschaft der Ursprung allen Tuns ist.
Neben den verschiedenen Aufgaben gehörte Frau Wieser auch seit vielen Jahren dem
Kaffeehausdamenteam im Altenwohnheim der Stadt Kitzbühel an und betreute
liebevoll und regelmäßig die ältere Generation.
Anlässlich der Beerdigung, die unter großer Teilnahme der Bevölkerung am Sa.,
den 1.8. stattfand, konnten die Kinder und Enkelkinder von Helen Wieser die
große Wertschätzung, die ihr entgegengebracht wurde, spüren.
Die Evangelische Pfarrgemeinde wird Frau Helen Wieser stets in großer
Dankbarkeit ein ehrendes Andenken bewahren.
Juni: Heart
Attack – auftanken – sp(i)rit für’s Leben Juni 2009
Jugendgottesdienst -
ein Rückblick von Silvia und Peter Zimmermann
Unter diesem Slogan feierte die Evangelische Pfarrgemeinde Kitzbühel gemeinsam mit dem diözesanen Jugendreferenten Oliver Binder am Freitag, den 19. Juni in der evangelischen Christuskirche Kitzbühel einen beschwingten Jugendgottesdienst. Beeindruckend wie offen die Jugendlichen mit den Gesprächsinputs (Bibelsprüche und Lebensmottos auf der Wäscheleine) und den vier kreativen Gebetsstationen umgingen. So konnte bei moderner Livemusik (einer Jugendband die extra aus Innsbruck anreiste), einem lustigen und hintergründigen Sketch („talk t(w)o you“ - von unseren Jugendlichen selbstinszeniertes Stehgreiftheater) und kleinem Buffet und Knabbereien eine besondere Stimmung während und nach dem Gottesdienst aufkommen – gemeinsam wurde gesungen, gelacht und Dialoge geführt und mit einer eindrucksvollen Predigt spirit für`s Leben getankt. Besonderer Dank gebührt dem Vorbereitungsteam und allen Beteiligten.
Juni: Kirchenführer
Evangelische Kirchen in Salzburg und Tirol
sichtbar . erlebbar ab sofort im Pfarrbüro erhältlich
Die Superintendentur hat mit
Unterstützung aller Pfarrgemeinden der Diözese ein Buch mit dem Titel
"Evangelische Kirchen in Salzburg und Tirol - sichtbar . erlebbar"
herausgebracht. In diesem Buch werden alle evangelischen Kirchen in Salzburg und
Nordtirol vorgestellt. Diese sind so vielflältig wie die Menschen in unserer
Diözese: geprägt durch die Diaspora, durch unterschiedliche Traditionen derer,
die sich diese Kirchen wünschten und sie bauten: Flüchtlinge nach dem Zweiten
Weltkrieg, Menschen des Wirtschaftswunders in den 60er und 70er Jahren des
20.Jahrhunderts,oder - die die Christuskirchen in Salzburg und Innsbruck -
Menschen, die einer lang ersehnten Freiheit nach Jahrhunderten der Unterdrückung
Ausdruck verleihen wollten.
Sie erfahren in diesem Buch deren Geschichte, Architektur, was es an besonderen künstlerischen Werken zu entdecken gibt oder wo interessante Orgeln sind. Ein Ortsplan erleichtert das Auffinden der jeweiligen Kirche. Auch die Gottesdienstzeiten finden Sie. Die reich Bebilderung gibt einen guten Eindruck der jeweiligen Kirche.
Darüberhinaus gibt es einige Ausflugstipps mit evangelischem Bezug, wie z.Bsp. eine Wanderung auf den Predigtstuhl bei Hallein, die Entrische Höhle im Gasteinertal oder ein Ausflug ins Zillertal.
Ein Serviceteil gibt einen schnellen Überblick, wo sich über die Pfarrgemeinden hinaus evangelsiches Leben äußert. Es erstaunt, in wie vielen Bereichen es stattfindet.
Das Buch hat ein handliches Format, sodass man es gut auf die Reise mitnehmen oder in den Rucksack packen kann. Es ist auch für unsere vielen Gäste aus dem In-und Ausland gedacht.
Das Buch ist eine Einladung evangelisches Leben in unserer Diözese Salzburg und Tirol zu entdecken, sich von Gottes gutem Geist auf diesen Entdeckungen begeistern zu lassen.
Lesen und entdecken Sie selbst: Das Buch können sie sich im Pfarrbüro oder nach dem nächsten Gottesdienst anschauen und auch gerne kaufen.
Theologischer Grundkurs in Wörgl 09 ein Rückblick von Dr. Barbara Kleinlercher
Mit gemischten Gefühlen und mit dem Gedanken,
religiöse Bildung gehöre wohl zur Allgemeinbildung, fuhr ich im Jänner 09 auf
Empfehlung unserer Pfrn. Mag. Gundula Hendrich nach Wörgl. Und ich muss sagen,
meine Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen:
An 5 Samstagen machten uns fünf hervorragende Referenten (allen voran unsere
Superintendentin Mag. Luise Müller) mit den Themen Bibelgrundlagen, Glauben an
Gott Vater, Sohn und Hl. Geist, Kirchengeschichte und Kirche heute vertraut.
Nach den Vorträgen fanden in unserer bunt zusammengewürfelten Gruppe von 23
Personen jeweils Gruppenarbeiten in einer sehr herzlichen und offenen Atmosphäre
unter fachkundiger Anleitung statt.
Dieses Arbeiten und die vielfältigen "Studienergebnisse" haben mich am meisten
fasziniert. Aber auch das gemeinsame Singen und den abschließenden feierlichen
Abendmahlsgottesdienst habe ich sehr genossen. Über mein heute überreichtes
"Diplom" freue ich mich mehr als über manch anderes Zeugnis.
Ich habe also viele neue Einsichten und eine große Bereicherung erfahren, habe
für mich das Kursziel, bewusster und begeisterter evangelisch zu werden,
erreicht und kann diesen Kurs wärmstens weiterempfehlen.
März:
Weltgebetstag der Frauen
ein Rückblick von Sigrid Ebner
Wieder
öffnete sich am ersten Freitag im März ein Fenster zur Welt und ließ uns die
große ökumenische Gemeinschaft erfahren, die jedes Jahr Menschen in über 170
Ländern der Welt zum Gebet zusammenführt. Allein in Österreich trafen an diesem
Abend Frauen, Männer und Kinder in 420 Orten zum WGT zusammen. So gab es auch
heuer wieder gut besuchte Feiern in St. Johann, Kitzbühel und erstmals in
Kirchberg. “In Christus sind wir viele Glieder aber ein Leib” - dieses
Thema wählten die Frauen aus Papua-Neuguinea für die Liturgie.
Die stimmungsvolle Feier in der Stadtpfarrkirche in Kitzbühel wurde musikalisch
begleitet von der eindrucksvollen Trommelgruppe der Landesmusikschule Kitzbühel
und dem Organisten Walter Höckner. Zum Ausklang gab es ein gemütliches
Beisammensein bei einem von Uli Haselsberger und Luise Rupert zubereiteten
typischen Essen aus Papua-Neuguinea im katholischen Pfarrhof in Kitzbühel.
Zwei Wochen später feierten bei uns in der evang. Christuskirche in Kitzbühel
evangelische, katholische und muslimische Kinder den WGT der Kinder und setzten
so wieder ein sichtbares Zeichen für ein Miteinander.
Jänner: Europäisches Jugendtreffen von Taizé in Brüssel
Auf dem Pilgerweg des Vertrauens
auf der Erde
ein Rückblick von Anatol Bille

Über 40.000 Jugendliche (bis 35 J.) und ein paar Tausend Erwachsene als „Gäste“ der Jugendlichen haben vom 28. Dezember 2008 bis einschl. 2. Januar 2009 an diesem Treffen teilgenommen, einer von ihnen war Anatol Bille aus Brixen i. Th. von der Evang. Gemeinde in Kitzbühel.
In ganz Europa haben sich Jugendliche auf die gemeinsamen Tage vorbereitet; im
deutschsprachigen Raum fanden im November, so auch in Kitzbühel, über 100
Abendgebete „Nacht der Lichter“ statt.
Es ist immer wieder erfrischend, erleben zu dürfen, wie soviel über- wiegend
junge Menschen begeisternd im gemeinsamen Gebet mit Gesängen aus Taizé
mitwirken.
Schneeschuhwanderung am 20. Dezember 2008 ein Rückblick von Peter Zimmermann
Es
war eine „wunderbare“ Veranstaltung, ein Zitat von unserem Urlauber-seelsorger
Pfarrer Horst Drosihn – so wird mit wenigen Worten der Eindruck der mehr als 30
TeilnehmerInnen treffend zusammen gefasst, die trotz widriger Wettereinflüsse
gemäß dem Motto der Veranstaltung „In der weihnachtlichen Stille schöpfen wir
Kraft“ besinnliche Stunden am Vorabend des 4. Advents bei einer
Schneeschuhwanderung im Bereich Hochmoor Pass Thurn erleben konnten. Ganz großer
Dank gebührt unserem Kuratorstellvertreter und Bergwanderführer
Engelbert Prohaska für diese gelungene
Veranstaltung, der uns durch die tief verschneite Winterlandschaft führte.
Heiter, besinnliche Texte und Adventlieder begleiteten uns auf diesem Weg und
ermöglichten uns etwas Ruhe in der vorweihnachtlichen Hektik.
Krippenspiel Dezember 2008
Was ein Lächeln bewirken kann … ein Rückblick von
Katrin Zimmermann
Gute
Laune, stimmungsvolle Bühnenkulisse, jede Menge Zuschauer und 35
motivierte kleine SchauspielerInnen - beste Voraussetzungen für das
Krippenspiel der Evangelischen Pfarrgemeinde A. und H.B. Kitzbühel in
der Landeslehranstalt Weitau. Auch dieses Jahr schafften es die jungen
Darstellerinnen und Darstellern des Stückes wieder ein Lächeln auf die
Gesichter der Leute zu zaubern und alle etwas nachdenklich zu stimmen,
unter dem Motto: „Und trotzdem wird es Weihnachten“. Es gelang den
Kindern und Jugendlichen aufzuzeigen, dass jede und jeder einzelne einen
Teil zur glücklichen Stimmung in dieser Zeit beitragen sollte, sei es
nur ein freundliches Gesicht. Dank ergeht an alle die zum Gelingen
dieser Veranstaltung beigetragen haben.
Oasen im Advent - Musik und Dichtung Dezember 2008
ein Rückblick von Peter
Zimmermann
Aufgrund des großen Anklanges vom vergangenen Jahr entschloss sich die Evangelische Pfarrgemeinde Kitzbühel auch heuer wieder gemeinsam mit dem EBIT und dem neu gegründeten Kitzbüheler Kulturkreis eine Oasenreihe mit Musik und Dichtung im vorweihnachtlichen Trubel anzubieten. Insgesamt mehr als 100 Personen folgten an den beiden Veranstaltungsterminen den künstlerischen Leistungen und waren beeindruckt. Bei der ersten Oase verzauberte nicht nur das Duao Sargsyan (Greta Erharter-Sargsyan am Klavier und Narek Sargsyan an der Violine) die ZuhörerInnen insbesondere mit armenischen Volksweisen, sondern auch die Dichterin Frau Karin Rollinger beeindruckte mit ihren selbst verfassten Kurzgedichten und ausgewählten besinnlichen Texten. Am zweiten Termin standen „Zithardellen“ – Musik durch die Jahrhunderte vorgetragen von Martin Mallaun (Zither) und Johannes Gasteiger (Traversflöte) auf dem Programm, auch diese mit viel Applaus honorierte Musik wurde von besinnlichen Texten begleitet, vorgetragen vom Vorbereitungsteam Frau Rosita Albrecht, Silvia und Peter Zimmermann. Die Evangelische Pfarrgemeinde dankt allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.
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meditatives Kletterevent
- Mauern erfahren – Öffnungen entdecken
August 2008
„Mit
meinem Gott überspringe ich Mauern.“ (Psalm 91,11)
ein Rückblick von Silvia und Peter Zimmermann
bzw.
„dieser Weg wird kein leichter sein……“ - Unter diesem Motto fand
bereits zum vierten Mal das „meditative Klettern“ der Evangelischen
Pfarrgemeinde Kitzbühel statt, an dem 11 Jugendliche (6 Mädchen und 5 Burschen)
so manchen Weg bzw. so manche Mauer gemeinsam überwinden mussten.
Mauern sind im Leben eines jeden einzelnen wichtig zum Schutz und zur notwendigen Begrenzung. Mauern, die aber nur ein- und aussperren, zwängen uns ein und erschweren so unser Miteinander. Gerade Jugendliche brauchen auf der einen Seite zur Sicherheit klare Grenzen, die aufgezeigt werden müssen, andererseits aber auch genügend Freiraum zum Wachsen, Reifen und zur Selbstfindung.
Bei dieser Veranstaltung ging es also weniger um die „sportliche Leistung“, wird von den verantwortlichen BetreuerInnen betont, sondern um das Überwinden von „Mauern“, dabei musste man immer wieder einmal über den „eigenen Schatten“ springen und sein Leben und seine Ängste den unmittelbaren Nächsten anvertrauen. (abseilen, sichern und kontrollieren / Partnercheck).
Durch das intensive Kletterprogramm (alpine Leitung: Hans, Mag. Harald und Dr. Herwig Nosko) und den interaktiven Kooperations- und Abenteuerspielen, sowie stärkende Andachtselemente (meditative Leitung: Silvia und Peter Zimmermann) wurden Zusammenhalt erlebt und Freundschaften geschlossen.
Als nächste Veranstaltung gibt es am Sonntag, den 28. September eine meditative Wanderung, im alpinen Gelände (in die Teufelsgasse bei Gasteig) für interessierte Wanderer aller Altersstufen.
Wald-Familien-Tag
Juni 2008
ein Rückblick von Silvia und Peter Zimmermann
„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde
ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“ Dieses Zitat von Martin Luther stand
im Zeichen des Wald-Familien-Tages der Evangelischen Pfarrgemeinde Kitzbühel.
Gemäß dem Motto gab es nach dem Themengottesdienst (der von unserem ehemaligen
Gemeindepfarre Mag. Willi Thaler gehalten wurden -
Predigt Waldtag)
auch eine Pflanzaktion vor der Kirche, bei der nicht nur ein Apfelbaum und
Erinnerungsbäume des heurigen Konfirmandenjahrganges gesetzt wurden, sondern
auch „Juwelen des Waldes“ - als künftige Farbtupfer zur Verschönerung des
Pfarrgartens.
Ein buntes Informations- und Spielprogramm, um den Wald mit allen Sinnen zu
entdecken, begeisterten die zahlreichen TeilnehmerInnen. Nach einer
gemeinsamen Grilljause mit Lagerfeuer und Stockbrot vor der Kirche begab man
sich auf eine anschließende Entdeckungsreise in den angenehm kühlen Wald und
konnte dem heurigen Motto der Woche des Waldes entsprechend feststellen, dass
unser Wald „mehrWert“ ist. Durch erlebnispädagogische Spielaktionen für Groß
und Klein konnte die Phantasie beflügelt, die Sinne angeregt, Überraschendes,
Spannendes, Wissenswertes und Unerwartetes bestaunt werden. Mitveranstalter
dieser gelungen Aktion war das Evangelische Bildungswerk Tirol.
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