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September: "Fahrt zur Kärntner Landesausstellung"
am 10. September planen wir gemeinsam mit dem kath. Bildungswerk Kitzbühel (Prof. Mag. Harald Rupert) eine Fahrt zur Landesausstellung, weitere Infos folgen, Anmeldungen ab sofort im Pfarrbüro möglich.
Juli: "Schulschlussgottesdienst" am 3. Juli 2011 in der Christuskirche Kitzbühel
Juni: "Du bist mehr - als Du glaubst!“ - Evangelisches Gemeindefest
Am 19. Juni 2011 wird in ganz Österreich gefeiert. „Du bist mehr…“ heißt der Titel des Festes, das in mehr als 90 Gemeinden in Österreich stattfindet. Mit einem Familiengottesdienst beginnt das Fest in Kitzbühel am Sonntag, den 19.6. um 10 Uhr in der evangelischen Christuskirche an der Hornbahn und ab ca. 11 Uhr wird vor der Kirche gefeiert und gespielt. Große und kleine Gäste sind sehr herzlich willkommen.
Du bist mehr“ ist die Auftaktveranstaltung der Evangelischen Kirche in Österreich 2011; weitere folgen bis zum Jahr 2017, dem 500jährigen Jubiläum des Thesenanschlags Martin Luthers. Du bist mehr - als Deine Arbeitskraft, Dein sozialer Status, bist mehr als ein Kostenfaktor, mehr als alle Äußerlichkeiten, denn Du bist ein Kind Gottes – das ist die Botschaft der Veranstaltungen.

Jahresrückblick 2010
Juni: GAV-Fest in
Gastein
ein Beitrag von Peter Zimmermann
am Sonntag, 13. Juni
2010 feierte die evangelische Pfarrgemeinde Gastein das 50jährige Bestehen der
Heilskirche mit einem diözesanen Gustav-Adolf-Fest. Alle evangelischen
Pfarrgemeinden von Salzburg und Tirol waren bei diesem Festakt
vertreten.
“Dem Glauben Raum geben” - unter diesem Motto wurde ein stimmungsvoller
Gottesdienst gefeiert und ein abwechslungsreiches Programm über den ganzen Tag
gestaltet - schade, dass aus unserer Pfarrgemeinde Kitzbühel nur eine sehr
kleine Delegation daran teilnahm.
Mai: Konfirmation
2010
ein Beitrag von Pfrn. Mag. Gundula
Hendrich
Mitten in den regnerischen
letzten Maitagen gab es ein Sonnenfenster - just am Tag der Konfirmation. Da hat
der Himmel wirklich mit sämtlichen Müttern, die die Kirche so schön geschmückt
hatten, mit allen Gästen und vor allem mit den Churchies um die Wette gestrahlt.
Die derzeitige Band der Evangelischen Jugend Salzburg Tirol und das Kulinarium
sorgten für eine heitere Feststimmung auch nach dem Gottesdienst. Es wäre ja
fein, wenn diese Churchies auch weiterhin in der Gemeinde für Sonnenfenster
sorgen könnten, hoffen die Pfarrerin und der Kurator….
Lange Nacht der
Kirchen
ein Beitrag von Peter Zimmermann
In mehr als 730
Kirchen in ganz Österreich wurde am 28.5.2010 die "Lange Nacht der Kirchen" mit
dem Glockengeläute begonnen. Auch wir haben uns neben allen anderen
evangelischen Pfarrge-meinden Tirols erstmals an dieser Aktion beteiligt.
Gemeinsam mit der katholischen Pfarrgemeinde Kitzbühel wurde in bewährter
ökumenischer Weise ein sehr buntes Programm angeboten - diesmal stand das Hören,
Sehen, Stillwerden, Schauen, Verweilen und Meditieren und Einfangen der
abendlichen Stimmungsbilder vor und in den einzelnen Kirchen im Mittelpunkt. Die
ökumenische Begegnung zeichnete sich durch ein sehr herzliches und positives
Klima aus und wurde durch den gemütlichen Ausklang im Mesnerhaus wirklich zu
einer "Langen Nacht der Kirchen".
April: ökumen. Treffen Männerstammtisch Kitzbühel

Ein sympathischer Vorschlag wurde aus der Gruppe des katholischen Männerstammtisches an unseren neuen Presbyter Werner Nessizius herangetragen, nämlich die Einladung an evangelische Männer, diesen Stammtisch zu besuchen. Das erste ökumenische Treffen fand am 29. April statt. In lockerer Atmosphäre und einem Gläschen Wein wurde über "Gott und die Welt" geplaudert. Im Bild die Teilnehmer dieses Treffens, weitere Zusammenkünfte sind geplant.
März: ökumen. Weltgebetstag der Frauen und Kinder ein Beitrag von Sigrid Ebner:
"Alles was Atem hat,
lobe Gott" - mit diesen Worten begrüßten uns heuer die Frauen aus Kamerun zur
Feier des ökumenischen Weltgebetstages und luden uns zum gemeinsamen Gebet ein.
Nach dem Einzug zur mitreißenden afrikanischen Musik, begleitet vom rhythmischen
Rasseln der BesucherInnen, hörten wir die Beschreibung der Frauen von der
Schönheit und großen Vielfalt der Natur ihres Landes, das auch als "Afrika im
Kleinen" bezeichnet wird. In bewegenden Worten wurden aber auch die Nöte und
Schwierigkeiten in ihrem
täglichen Leben benannt wie Gewalt, Korruption,
wachsende wirtschaftliche Not, Benachteiligung von Mädchen und Frauen und die
Ausbeutung der Ressourcen des Landes. Über allem aber stand immer das Loben: "In
Kamerun loben die Menschen Gott gerade auch in schwierigen Zeiten - so lange
jemand Atem hat, gibt es Hoffnung" sagen die Frauen. Mit vielen schwungvollen
Melodien aus Kamerun, dem Bibliolog über den Bibeltext aus der Apostelgeschichte
und dem Schlusslied: "Großer Gott, wir loben dich" klang die Feier aus. Mit den
gesammelten Spenden wird ein Projekt für Waisenkinder und aidskranke Frauen in
Kamerun unterstützt.
Zum Ausklang gab es wieder ein gemütliches Beisammensein
bei einem von Ulli Haselsberger und Luise Rupert zubereiteten typischen Essen
aus Kamerun im liebevoll geschmückten Jugendraum der Christuskirche.
Auch in
St. Johann gestalteten Frauen am gleichen Abend einen Weltgebetstag zum selben
Thema, das Land Kamerun wurde interessant vorgestellt. Im Anschluss gab es
köstlichen Tee und selbstgebackenen Kuchen.
Jahresrückblick 2009
Dezember: Zeitreise nach Bethlehem - Krippenspiel
ein Beitrag von Silvia Zimmermann
Auch heuer war unsere Krippenspielaufführung in der LLA
Weitau und in der Christuskirche Kitzbühel wieder ein Höhepunkt in der
Adventszeit. 35 Theater begeisterte Kinder und Jugendliche von 4 bis 14 Jahre
aus dem ganzen Bezirk zeigten mit viel Engagement und Herz in diesem von Petra
Prohaska und Silvia Zimmermann eigens geschriebenen Krippenspiel was Weihnachten
bedeuten kann.
Durch den Tanz der Engel wurden zwei Jugendliche nach Bethlehem in die Welt von damals versetzt und versuchten alles, damit Josef und Maria doch eine würdige Unterkunft erhalten sollten. Zum Schluss stellte sich jedoch heraus - wichtig ist nicht, wo Jesus geboren wurde, ob in einer komfortablen Herberge oder in einem einfachen Stall, Jesus kam zu allen Menschen und so kann das Wunder von Bethlehem auch heute noch in jedem von uns und überall geschehen.
Wir bedanken uns bei der LLA Weitau, der Volksschule St. Johann und bei Herrn Martin Schwaighofer von den Kitzbüheler Werkstättten für die freundliche Unterstützung und bei allen Mitwirkenden für diese besondere Adventsfreude.
Foto von unserem Krippenspiel 2009
Oasen im Advent
ein Rückblick von Rosita Albrecht
Für viele von uns ist die Adventszeit die schönste Zeit
des Jahres, besonders in unserer winterlichen Landschaft. Die Natur ruht, aber
bei uns Menschen herrschen oft Stress und Hektik. Daher haben wir auch heuer
wieder zu den drei Oasen im Advent eingeladen. Jeweils donnerstags um 19
Uhr trafen wir uns in der ev. Christuskirche, um bei Musik und besinnlichen
Texten innezuhalten. Insgesamt folgten ca. 100 Personen dieser
Veranstaltungsreihe.
03.12. Arienabend mit Armin
Nshanian/Klavier und Greta Erharter
-Sargsyan/Klavier
10.12. Singkreis Oberndorf unter
der Leitung von Artur Huber, adventliche Lieder
17.12.
"Brückenschlag" - Musik aus allen Richtungen;
Johannes Gasteiger (Kontrabas); Anti Reiter (Posaune); Martin Mallaun (Zither,
Flöte)
Die Evangelische Pfarrgemeinde dankt allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.
Adventsingen mit Sandra
Gmeiner
ein Beitrag von Peter
Zimmermann
Zum besinnlichen Adventsingen mit Sandra Gmeiner gesellten
sich jung und alt und verbrachten zwei gemütliche Stunden mit weihnachtlichen
Liedern, Keksen und heiteren Adventgeschichten. Herzlicher Dank an Sandra für
die liebevolle Gestaltung.
Oktober: meditative Auszeit-Wanderung
ein Beitrag von Peter
Zimmermann
Mittlerweile ist es schon eine liebgewordene Tradition, dass wir uns im Herbst zu einer gemeinsamen meditativen Wanderung (heuer bereits zum achten Mal) unmittelbar nach dem Sonntagsgottesdienst begeben, um eine Auszeit vom Alltag zu nehmen und im Glauben auch in Bewegung zu sein. Heuer wanderten und meditierten wir unter dem Slogan: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln, Psalm 23.
Unser Wanderführer Kurator-Stv. Engelbert Prohaska führte uns nach Jochberg zum Sintersbacher-Wasserfall, ein Naturjuwel direkt vor unserer Haustüre. Ein Fönsturm zu Wochenmitte lies den knietiefen Schnee rechtzeitig schmelzen und Engelbert beseitigte die abgebrochenen Baumwipfel am Steig persönlich einen Tag vorher, sodass wir bei zeitweisem Sonnenstrahl ein tolles, gemeinsames Naturerlebnis im alpinen Gelände genießen konnten.
Silvia Zimmermann inspirierte uns mit besinnlichen und teilweise heiteren Texten und Aktionen zum Nachdenken. Spannend fand ich eine Aktion, bei der man sich selbst eine Postkarte mit Gedanken von seiner Auszeit schreiben konnte - diese Karte wurde ein paar Tage später allen TeilnehmerInnen zugesandt.
Die Evangelische Pfarrgemeinde Kitzbühel dankt den beiden Organisatoren Wanderführer Engelbert Prohaska und Dipl. Päd. Silvia Zimmermann für die stimmungsvolle Veranstaltung.
Oktober: Kücheneinweihung mit Kürbisherbstfest
ein Beitrag von Peter Zimmermann
Endlich ist es soweit - unsere neue Küche im Jugendraum wurde erstmalig genutzt. Am Freitag den 23. Oktober wurden mit den Kindern lustige Kürbisgesichter geschnitzt und anschließend gab es ein gemeinsames Kürbissuppenessen für Jung und Alt im Jugendraum. Pfrn. Hendrich dankte dem Ehepaar Dittrich für ihren Einsatz bei den Renovierungsarbeiten sehr herzlich. Dank erging auch an Riky Ventola für die Organisation des Kübisfestes.
Oktober: Gerhard Schöne Konzert in der Christuskirche Salzburg
ein Beitrag von Peter Zimmermann
Eine sechsköpfige Gruppe aus unserer
Pfarrgemeinde nutze die einmalige Gelegenheit einen der bekanntesten
deutschsprachigen Liedermacher und Musiker bei seiner erste Österreichtournee
live zu erleben - Gerhard Schöne war auf Einladung der Evangelischen Jugend
Salzburg-Tirol vom Burgenland über Oberösterreich nach Salzburg und Tirol
unterwegs und begeisterte bei mehreren Auftritten seine ZuhörerInnen.
Wir
waren bei dem Konzert in der Christuskirche Salzburg mit dabei und waren sehr
beeindruckt wie der Musiker es verstand junge und alte Menschen durch
seine Geschichten und Lieder zu berühren, ins Staunen und Träumen zu
versetzen.
Eins ist sicher: es war ein unvergessliches Musikerlebnis.
September: Nachwahl ins Presbyterium


Bei unserer Gemeindevertretersitzung Anfang September
wurde Mag. Mia Repo und Werner Nessizius in das Presbyterium neu
nachgewählt. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.
August: zweitägiges Wanderprojekt - ZEIT FÜR MICH - NÄHER BEI GOTT
ein Beitrag von Barbara Kleinlercher
Ein
Bergerlebnis der besonderen Art bot uns Engelbert Prohaska im Gebiet der
Kürsinger Hütte (2558m) im Salzburger Pinzgau.
Das erste Etappenziel
durch das "Obere Sulzbachtal" hinauf zur Hütte erreichte unsere 10-köpfige
Gruppe ohne Mühe und sehr beeindruckt von der Schönheit der Hochgebirgswelt
ringsherum.
Nach gutem Essen und gemütlichem Hüttenzauber erwarteten
wir voller Vorfreude, dass Engelbert am nächsten Morgen um 5 Uhr an unsere
Zimmertüren klopfen würde, wäre doch der 3291 m hohe Keeskogel mit versprochenem
herrlichen Ausblick auf die Welt der Dreitausender die Krönung des Projektes
gewesen. Aber anstatt Engelbert klopften dicke Regentropfen an unsere Fenster!
An einen Gipfelsturm war leider nicht zu denken, so wagten wir zumindest eine
kleine Tour hinauf zum Gletscher und zu den Steinböcken. Ein greller Blitz
jedoch mit fast gleichzeitigem Donner zwang uns zuerst im wahrsten Sinne des
Wortes in die Knie und dann zur Rückkehr zur Schutzhütte, wo wir wieder viel
"Zeit für uns" hatten - und wir genossen sie.
Engelbert wiederum
erkundete in dieser Zeit den neu errichteten Steig von der Hütte hinab zum
Gletschersee, den er uns dann als Ausgleich für das entgangene Gipfelerlebnis
bieten wollte.
Und in dieser Wand habe ich "Gott ganz besonders nahe"
gefühlt, nicht zuletzt in der Gestalt unseres lieben Engelbert, der uns alle
sicher über die 300 m hohe Felswand hinunterführte.
Der klare
Gletschersee am Fuß der Wand mit darin treibenden Eisbergen, der tobende
Gletscherbach, diese Urgewalt der Natur, alles unvergessliche
Eindrücke!
Die ganz Unerschrockenen, darunter auch Maxi, mit 11 Jahren
der Jüngste der Truppe, brausten noch mit den mitgebrachten Mountainbikes das
teils steile Sulzbachtal hinaus zum letzten Einkehrschwung, die
Normalverbraucher folgten per Taxi.
Tief beeindruckt von der grandiosen
Bergwelt der Dreitausender, beglückt von der netten Bergkameradengemeinschaft
und der einfühlsamen Betreuung unseres Führers und in der Hoffnung auf weitere
Projekte dieser Art kehrte ein Jeder wieder in seinen Alltag
zurück.
Danke, Engelbert!!
August: 1809 – 1989 - 2009 - Eine kritische Perspektive
200 Jahre
Bergisel–Schlacht - 20 Jahre Leipziger
Montagsdemonstrationen
ein Beitrag von Günther Dichatschek
Mit einem
Vortrag von Pfarrer i. R. Michael Wohlfarth in der Evangelischen Christuskirche
Kitzbühel in Anwesenheit von Bürgermeister Dr. Klaus Winkler versuchte das
„Evangelische Bildungswerk in Tirol“ am 5. August 2009 die markanten Ereignisse
des Jubiläumsjahres 1809 und des Erinnerns an die Leipziger
Montagsdemonstrationen 1989 aufzuarbeiten. Markante Zeitzeugin für das Jahr 1989
war Margard Wohlfarth, Gattin des Referenten und ehemalige Staatssekretärin im
Ministerium für Familien und Frauen in der ersten frei gewählten
DDR-Regierung.
Das Beispiel Andreas Hofer und die Erhebung Tirols 1809 zeigt
die starke Neigung der Landesgeschichtsschreibung zur Heldenverehrung und
Mythenbildung. Helden und ihre Taten sind in der alltäglichen Beschreibung
Wunschvorstellungen, die in die Vergangenheit projiziert werden. Dies gilt auch
für Andreas Hofer und die Erhebung 1809. In der Rezeption der Ereignisse zeigen
sich vier Elemente des katholisch-konservativen Denkens: Landesrechte, Treue zum
Kaiser, Landesverteidigung und katholischer Glaube. Mit der Überhöhung als
Märtyrer nach der Erschießung in Mantua 1810 entwickelte sich in der Folge
Andreas Hofer vom Aufständischen zum patriotischen Helden.Die einsetzende
Denkmalkultur - auch in den Gedenkfeiern 1909, 1959 und 1984 - verstärkte diesen
Mythos. 2009 sollte sich nun mit dem Motto „Vergangenheit trifft Zukunft“ eine
Analyse dieses Mythos und der verschiedenen Geschichtsbetrachtungen ergeben. Was
bedeutet die Erhebung 1809 für das heutige Tirol? Wie steht es um die Identität
Tirols 2009? Sind Begriffe wie Glaube, Heimat, Vaterland, Identität und Freiheit
heute tragende Prinzipien für und in Tirol? Angesichts eines immer sich näher
rückenden Europas in Form der Europäischen Union ergeben sich hier eine Reihe
neuer Fragen für Tirol und den Alpenraum, die den heutigen Bedürfnissen zu
entsprechen und zu beantworten sind.
Elemente einer friedlichen Revolution
1989 waren die Leipziger Montagsdemonstrationen und letztlich der Wende in der
DDR mit weitreichenden Folgen für Europa. Im Herbst 1989 fanden auch in anderen
Städten regelmäßige Demonstrationen statt. Mit dem Ruf „Wir sind das Volk“
protestierte man gegen die politischen Verhältnisse. In Leipzig schlossen sich
die Demonstrationen an die Friedensgebete in der Nikolaikirche an. Besonderen
Anteil am friedlichen Verlauf hatte das besonnene Verhalten des Pfarrers der
Nikolaikirche Christian Führer und von Superintendent Friedrich Magirius sowie
von Landesbischof Dr. Johannes Hempel. Eindringlich schilderten Michael und
Margard Wohlfarth die Situation, die Leipziger Demonstrationen und die Rolle der
Evangelischen Kirche in der DDR. Als langjähriger Jugendpfarrer und Seelsorger
war er letztlich in die Ereignisse miteinbezogen.
Juli: Nachruf für Helen
Wieser ein Beitrag
von Lektorin Gertraud Rief
Die
Evangelische Pfarrgemeinde Kitzbühel hat einen schmerzlichen Verlust zu
beklagen. Helen Wieser, die das Geschehen in und um die Pfarrgemeinde durch vier
Jahrzehnte wesentlich mitgeprägt hat, starb nach kurzer, schwerer Krankheit im
Alter von 67 Jahren.
Frau Wieser bekleidete wichtige Funktionen innerhalb der
Pfarrgemeinde, so war sie Presbyterin, Leiterin des Frauen- und Besuchskreises,
Mitbegründerin des Chores, und kümmerte sich um Vieles rund um die Kirche immer
ehrenamtlich. Sie war stets eine verlässliche Mitarbeiterin und einfallsreiche
Mitgestalterin. Mit ihrem trockenen, englischen Humor trug sie oft zu heiteren
Begebenheiten und guter Stimmung bei.
Helen Wieser trug ihr Christentum nicht
auf den Lippen, sondern im Herzen, aber sie hat für sich das Wesentliche
verinnerlicht, nämlich, dass Christ sein gleich zu setzen ist mit Mensch sein.
Für sie war klar, dass nicht der Gedanke, sondern die Verantwortungsbereitschaft
der Ursprung allen Tuns ist.
Neben den verschiedenen Aufgaben gehörte Frau
Wieser auch seit vielen Jahren dem Kaffeehausdamenteam im Altenwohnheim der
Stadt Kitzbühel an und betreute liebevoll und regelmäßig die ältere
Generation.
Anlässlich der Beerdigung, die unter großer Teilnahme der
Bevölkerung am Sa., den 1.8. stattfand, konnten die Kinder und Enkelkinder von
Helen Wieser die große Wertschätzung, die ihr entgegengebracht wurde,
spüren.
Die Evangelische Pfarrgemeinde wird Frau Helen Wieser stets in großer
Dankbarkeit ein ehrendes Andenken bewahren.
Juni: Heart Attack – auftanken –
sp(i)rit für’s Leben Juni 2009
Jugendgottesdienst
- ein Rückblick von Silvia und Peter
Zimmermann
Unter diesem Slogan feierte die Evangelische Pfarrgemeinde Kitzbühel gemeinsam mit dem diözesanen Jugendreferenten Oliver Binder am Freitag, den 19. Juni in der evangelischen Christuskirche Kitzbühel einen beschwingten Jugendgottesdienst. Beeindruckend wie offen die Jugendlichen mit den Gesprächsinputs (Bibelsprüche und Lebensmottos auf der Wäscheleine) und den vier kreativen Gebetsstationen umgingen. So konnte bei moderner Livemusik (einer Jugendband die extra aus Innsbruck anreiste), einem lustigen und hintergründigen Sketch („talk t(w)o you“ - von unseren Jugendlichen selbstinszeniertes Stehgreiftheater) und kleinem Buffet und Knabbereien eine besondere Stimmung während und nach dem Gottesdienst aufkommen – gemeinsam wurde gesungen, gelacht und Dialoge geführt und mit einer eindrucksvollen Predigt spirit für`s Leben getankt. Besonderer Dank gebührt dem Vorbereitungsteam und allen Beteiligten.
Juni: Kirchenführer
Evangelische Kirchen in Salzburg und Tirol
sichtbar . erlebbar ab sofort im Pfarrbüro erhältlich
Die
Superintendentur hat mit Unterstützung aller Pfarrgemeinden der Diözese ein Buch
mit dem Titel "Evangelische Kirchen in Salzburg und Tirol - sichtbar . erlebbar"
herausgebracht. In diesem Buch werden alle evangelischen Kirchen in Salzburg und
Nordtirol vorgestellt. Diese sind so vielflältig wie die Menschen in unserer
Diözese: geprägt durch die Diaspora, durch unterschiedliche Traditionen derer,
die sich diese Kirchen wünschten und sie bauten: Flüchtlinge nach dem Zweiten
Weltkrieg, Menschen des Wirtschaftswunders in den 60er und 70er Jahren des
20.Jahrhunderts,oder - die die Christuskirchen in Salzburg und Innsbruck -
Menschen, die einer lang ersehnten Freiheit nach Jahrhunderten der Unterdrückung
Ausdruck verleihen wollten.
Sie erfahren in diesem Buch deren Geschichte, Architektur, was es an besonderen künstlerischen Werken zu entdecken gibt oder wo interessante Orgeln sind. Ein Ortsplan erleichtert das Auffinden der jeweiligen Kirche. Auch die Gottesdienstzeiten finden Sie. Die reich Bebilderung gibt einen guten Eindruck der jeweiligen Kirche.
Darüberhinaus gibt es einige Ausflugstipps mit evangelischem Bezug, wie z.Bsp. eine Wanderung auf den Predigtstuhl bei Hallein, die Entrische Höhle im Gasteinertal oder ein Ausflug ins Zillertal.
Ein Serviceteil gibt einen schnellen Überblick, wo sich über die Pfarrgemeinden hinaus evangelsiches Leben äußert. Es erstaunt, in wie vielen Bereichen es stattfindet.
Das Buch hat ein handliches Format, sodass man es gut auf die Reise mitnehmen oder in den Rucksack packen kann. Es ist auch für unsere vielen Gäste aus dem In-und Ausland gedacht.
Das Buch ist eine Einladung evangelisches Leben in unserer Diözese Salzburg und Tirol zu entdecken, sich von Gottes gutem Geist auf diesen Entdeckungen begeistern zu lassen.
Lesen und entdecken Sie selbst: Das Buch können sie sich im Pfarrbüro oder nach dem nächsten Gottesdienst anschauen und auch gerne kaufen.
Theologischer Grundkurs in Wörgl 09 ein Rückblick von Dr. Barbara Kleinlercher
Mit gemischten Gefühlen und mit dem Gedanken, religiöse
Bildung gehöre wohl zur Allgemeinbildung, fuhr ich im Jänner 09 auf Empfehlung
unserer Pfrn. Mag. Gundula Hendrich nach Wörgl. Und ich muss sagen, meine
Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen:
An 5 Samstagen machten uns fünf
hervorragende Referenten (allen voran unsere Superintendentin Mag. Luise Müller)
mit den Themen Bibelgrundlagen, Glauben an Gott Vater, Sohn und Hl. Geist,
Kirchengeschichte und Kirche heute vertraut.
Nach den Vorträgen fanden in
unserer bunt zusammengewürfelten Gruppe von 23 Personen jeweils Gruppenarbeiten
in einer sehr herzlichen und offenen Atmosphäre unter fachkundiger Anleitung
statt.
Dieses Arbeiten und die vielfältigen "Studienergebnisse" haben mich am
meisten fasziniert. Aber auch das gemeinsame Singen und den abschließenden
feierlichen Abendmahlsgottesdienst habe ich sehr genossen. Über mein heute
überreichtes "Diplom" freue ich mich mehr als über manch anderes
Zeugnis.
Ich habe also viele neue Einsichten und eine große Bereicherung
erfahren, habe für mich das Kursziel, bewusster und begeisterter evangelisch zu
werden, erreicht und kann diesen Kurs wärmstens
weiterempfehlen.
März: Weltgebetstag der
Frauen ein Rückblick von Sigrid
Ebner
Wieder öffnete sich am ersten Freitag im März ein Fenster
zur Welt und ließ uns die große ökumenische Gemeinschaft erfahren, die jedes
Jahr Menschen in über 170 Ländern der Welt zum Gebet zusammenführt. Allein in
Österreich trafen an diesem Abend Frauen, Männer und Kinder in 420 Orten zum WGT
zusammen. So gab es auch heuer wieder gut besuchte Feiern in St. Johann,
Kitzbühel und erstmals in Kirchberg. “In Christus sind wir viele Glieder aber
ein Leib” - dieses Thema wählten die Frauen aus Papua-Neuguinea für die
Liturgie.
Die stimmungsvolle Feier in der Stadtpfarrkirche in Kitzbühel
wurde musikalisch begleitet von der eindrucksvollen Trommelgruppe der
Landesmusikschule Kitzbühel und dem Organisten Walter Höckner. Zum Ausklang gab
es ein gemütliches Beisammensein bei einem von Uli Haselsberger und Luise Rupert
zubereiteten typischen Essen aus Papua-Neuguinea im katholischen Pfarrhof in
Kitzbühel.
Zwei Wochen später feierten bei uns in der evang. Christuskirche
in Kitzbühel evangelische, katholische und muslimische Kinder den WGT der Kinder
und setzten so wieder ein sichtbares Zeichen für ein Miteinander.
Jänner: Europäisches Jugendtreffen von Taizé in Brüssel
Auf dem Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde
ein Rückblick von Anatol Bille

Über 40.000 Jugendliche (bis 35 J.) und ein paar Tausend Erwachsene als „Gäste“ der Jugendlichen haben vom 28. Dezember 2008 bis einschl. 2. Januar 2009 an diesem Treffen teilgenommen, einer von ihnen war Anatol Bille aus Brixen i. Th. von der Evang. Gemeinde in Kitzbühel.
In ganz
Europa haben sich Jugendliche auf die gemeinsamen Tage vorbereitet; im
deutschsprachigen Raum fanden im November, so auch in Kitzbühel, über 100
Abendgebete „Nacht der Lichter“ statt.
Es ist immer wieder erfrischend,
erleben zu dürfen, wie soviel über- wiegend junge Menschen begeisternd im
gemeinsamen Gebet mit Gesängen aus Taizé mitwirken.
Schneeschuhwanderung am 20. Dezember 2008 ein Rückblick von Peter Zimmermann
Es war
eine „wunderbare“ Veranstaltung, ein Zitat von unserem Urlauber-seelsorger
Pfarrer Horst Drosihn – so wird mit wenigen Worten der Eindruck der mehr
als 30 TeilnehmerInnen treffend zusammen gefasst, die trotz widriger
Wettereinflüsse gemäß dem Motto der Veranstaltung „In der weihnachtlichen Stille
schöpfen wir Kraft“ besinnliche Stunden am Vorabend des 4. Advents bei
einer Schneeschuhwanderung im Bereich Hochmoor Pass Thurn erleben konnten. Ganz
großer Dank gebührt unserem Kuratorstellvertreter und Bergwanderführer Engelbert Prohaska für diese gelungene Veranstaltung,
der uns durch die tief verschneite Winterlandschaft führte. Heiter, besinnliche
Texte und Adventlieder begleiteten uns auf diesem Weg und ermöglichten uns etwas
Ruhe in der vorweihnachtlichen Hektik.
Krippenspiel Dezember 2008
Was ein Lächeln bewirken kann
…
ein Rückblick von Katrin Zimmermann
Gute Laune, stimmungsvolle Bühnenkulisse, jede Menge
Zuschauer und 35 motivierte kleine SchauspielerInnen - beste Voraussetzungen für
das Krippenspiel der Evangelischen Pfarrgemeinde A. und H.B. Kitzbühel in der
Landeslehranstalt Weitau. Auch dieses Jahr schafften es die jungen
Darstellerinnen und Darstellern des Stückes wieder ein Lächeln auf die Gesichter
der Leute zu zaubern und alle etwas nachdenklich zu stimmen, unter dem Motto:
„Und trotzdem wird es Weihnachten“. Es gelang den Kindern und Jugendlichen
aufzuzeigen, dass jede und jeder einzelne einen Teil zur glücklichen Stimmung in
dieser Zeit beitragen sollte, sei es nur ein freundliches Gesicht. Dank ergeht
an alle die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.
Oasen im Advent - Musik und Dichtung
Dezember
2008
ein Rückblick von Peter
Zimmermann
Aufgrund des großen Anklanges vom vergangenen Jahr entschloss sich die Evangelische Pfarrgemeinde Kitzbühel auch heuer wieder gemeinsam mit dem EBIT und dem neu gegründeten Kitzbüheler Kulturkreis eine Oasenreihe mit Musik und Dichtung im vorweihnachtlichen Trubel anzubieten. Insgesamt mehr als 100 Personen folgten an den beiden Veranstaltungsterminen den künstlerischen Leistungen und waren beeindruckt. Bei der ersten Oase verzauberte nicht nur das Duao Sargsyan (Greta Erharter-Sargsyan am Klavier und Narek Sargsyan an der Violine) die ZuhörerInnen insbesondere mit armenischen Volksweisen, sondern auch die Dichterin Frau Karin Rollinger beeindruckte mit ihren selbst verfassten Kurzgedichten und ausgewählten besinnlichen Texten. Am zweiten Termin standen „Zithardellen“ – Musik durch die Jahrhunderte vorgetragen von Martin Mallaun (Zither) und Johannes Gasteiger (Traversflöte) auf dem Programm, auch diese mit viel Applaus honorierte Musik wurde von besinnlichen Texten begleitet, vorgetragen vom Vorbereitungsteam Frau Rosita Albrecht, Silvia und Peter Zimmermann. Die Evangelische Pfarrgemeinde dankt allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.
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meditatives
Kletterevent - Mauern erfahren – Öffnungen entdecken
August 2008
„Mit
meinem Gott überspringe ich Mauern.“ (Psalm 91,11)
ein Rückblick von Silvia und Peter Zimmermann
bzw. „dieser Weg wird kein leichter sein……“ -
Unter diesem Motto fand bereits zum vierten Mal das „meditative Klettern“
der Evangelischen Pfarrgemeinde Kitzbühel statt, an dem 11 Jugendliche (6
Mädchen und 5 Burschen) so manchen Weg bzw. so manche Mauer gemeinsam überwinden
mussten.
Mauern sind im Leben eines jeden einzelnen wichtig zum Schutz und zur notwendigen Begrenzung. Mauern, die aber nur ein- und aussperren, zwängen uns ein und erschweren so unser Miteinander. Gerade Jugendliche brauchen auf der einen Seite zur Sicherheit klare Grenzen, die aufgezeigt werden müssen, andererseits aber auch genügend Freiraum zum Wachsen, Reifen und zur Selbstfindung.
Bei dieser Veranstaltung ging es also weniger um die „sportliche Leistung“, wird von den verantwortlichen BetreuerInnen betont, sondern um das Überwinden von „Mauern“, dabei musste man immer wieder einmal über den „eigenen Schatten“ springen und sein Leben und seine Ängste den unmittelbaren Nächsten anvertrauen. (abseilen, sichern und kontrollieren / Partnercheck).
Durch das intensive Kletterprogramm (alpine Leitung: Hans, Mag. Harald und Dr. Herwig Nosko) und den interaktiven Kooperations- und Abenteuerspielen, sowie stärkende Andachtselemente (meditative Leitung: Silvia und Peter Zimmermann) wurden Zusammenhalt erlebt und Freundschaften geschlossen.
Als nächste Veranstaltung gibt es am Sonntag, den 28. September eine meditative Wanderung, im alpinen Gelände (in die Teufelsgasse bei Gasteig) für interessierte Wanderer aller Altersstufen.
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Wald-Familien-Tag Juni
2008
ein Rückblick von Silvia und
Peter Zimmermann
„Wenn ich wüsste, dass
morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“
Dieses Zitat von Martin Luther stand im Zeichen des Wald-Familien-Tages der
Evangelischen Pfarrgemeinde Kitzbühel. Gemäß dem Motto gab es nach dem
Themengottesdienst (der von unserem ehemaligen Gemeindepfarre Mag. Willi Thaler
gehalten wurden - Predigt Waldtag) auch eine Pflanzaktion vor der Kirche, bei der nicht nur
ein Apfelbaum und Erinnerungsbäume des heurigen Konfirmandenjahrganges gesetzt
wurden, sondern auch „Juwelen des Waldes“ - als künftige Farbtupfer zur
Verschönerung des Pfarrgartens.
Ein buntes Informations- und
Spielprogramm, um den Wald mit allen Sinnen zu entdecken, begeisterten die
zahlreichen TeilnehmerInnen. Nach einer gemeinsamen Grilljause mit Lagerfeuer
und Stockbrot vor der Kirche begab man sich auf eine anschließende
Entdeckungsreise in den angenehm kühlen Wald und konnte dem heurigen Motto der
Woche des Waldes entsprechend feststellen, dass unser Wald „mehrWert“ ist. Durch
erlebnispädagogische Spielaktionen für Groß und Klein konnte die Phantasie
beflügelt, die Sinne angeregt, Überraschendes, Spannendes, Wissenswertes und
Unerwartetes bestaunt werden. Mitveranstalter dieser gelungen Aktion war das
Evangelische Bildungswerk Tirol.
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